Bülsberg geschichtliches
Andererseits wird in einer Urkunde vom 11. August 1157 ein zum Kloster gehörender Hof Bullengesberch erwähnt. Möglicherweise ist das später zu Bülsberg geworden; wo der Hof gestanden hat, ist jedoch unklar.
Eine Aufschreibung am 22.07.1351 zeugt von einem Schöffen zu Odenthal "Henkyne Duyrkauf van Boevelenberg", der auf dem Hof "Bülsberg" wohnte. Boevelenberg kann man mit "oberhalb von Berge (Burg Berge)" übersetzen. In einer Kaufbestätigung des Klosters vom 22.2.1357 ist vom "Speechzhart boeven dem Aldenberge" die Rede (oberhalb von Burg Altenberge). Noch heute gibt es in der Bergischen Mundart das Wort "boven" für oben oder oberhalb.
Vermutlich ist die Bezeichnung Bülsberg viel älter und bezeichnete ehemals nur den felsigen Hang, auf dem die Burg Berge stand. Daher ist es wahrscheinlicher, dass die Bezeichnung Bülsberg von dem altdeutschen Wort „buhil“ herrührt. Buhil wurde später im mittelhochdeutschen zu „bühl“ oder „bül“, was „steiler Felsen“ bedeutete. Hiermit könnte der senkrecht abfallende Steilhang vom ehemaligen Burgplatz zur Dhünn hin gemeint sein, für den die Bezeichnung Bülsberg = Felsenberg einleuchtend wäre. Das hochdeutsche Wort Beule - mundartlich "bül" oder "bühl" - bezeichnet heute noch eine Erhebung ( zum Beispiel am Kopf) "Dä hät en Bül am Kopp".
Dem Gaugrafen Hermann von Keldachgaue wird durch Kaiser Otto I. im
Jahre 960 als Lehen eine Burg am Bülsberg im Dhünntal
übergeben, die später (um 1060) Namensgeber des Bergischen
Landes wird. Keldachgaue erstreckte sich in etwa vom heutigen
Gerresheim über Mettmann bis Wuppertal-Schöller.
Der heute zu Odenthal gehörende Ort Altenberg war demnach schon
vor der Jahrtausendwende Sitz der späteren Grafen von Berg.
(1059 erstmals urkundlich erwähnt). Die Burg-Berge - vermutlich
1060 fertiggestellt - stand den Überlieferungen zufolge auf dem
Bülsberge. Adolf I gab sich danach den Beinamen "de Berge" (von
(Büls??)Berge). Im Jahre 1981 durchgeführte Grabungen haben
den Standort
bestätigt.
Zum
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1)Burgplatz mit Wallresten 2) Blick vom Burgwall auf die ca. 20 m tiefer liegende Dhünn
In den Jahren 1118 - 1133 erbauten die Grafen vom Berg eine neue Burg (an der Wupper) – Burg Neuenberge (novi montis castrum) - die später zum Jagdschloß umgebaut wurde, da aber ein Teil der alten Burg bestehen blieb, nannte man es Schloß-Burg.
Die alte Burg auf dem Bülsberge (also alten-Berge) stand nach dem Umzug leer und
wurde 12 Mönchen aus dem Zisterzienser-Kloster Morimond bis zur Fertigstellung
des „Klosters zum alten Berge“ als Wohnsitz überlassen. Der Klosterbau auf der
alten Burg wurde bald gestoppt, weil die Einhaltung der Ordensregeln am heutigen
Klosterstandort besser möglich war. Zum Bau des Klosters und einer vorläufigen
3-schiffigen Klosterkirche verwendeten die Mönche das Material der verlassenen
Burg Berge.
Die nach den Grafen von Berg genannte Region „Das Bergische Land“
umfasst Remscheid-Solingen-Wuppertal , auch den Kreis Mettmann,
Leverkusen, den Rheinisch-Bergischen und den Oberbergischen Kreis sowie Teile
des Rhein-Sieg-Kreises.
Man kann nun folgern, dass „unser
Bülsberg“ die Keimzelle für die Namensgebung der gesamten Region "Bergisches Land" gewesen
ist.
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